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Der grosse Kuba-Guide

Aktualisiert: 21. Mai 2018



Kuba; wenn man das hört denkt man sofort an Zigarren und Rum, bunte Oldtimer und Salsa, Traumstrände und den blauen Himmel. Aber die karibische Insel hat bei weitem mehr zu bieten. Kuba ist bunt, lebensfroh und das perfekte Ziel für alle Abenteurer, die es überschaubar mögen, denn es ist einfach auf Kuba voranzukommen, da die Insel nicht allzu gross ist.


Unsere Rundreise startete im lebendigen Havanna. Wir wurden von einem Cousin unseres Nachbarn, der übrigens in Kuba geboren und aufgewachsen ist, am Flughafen abgeholt und herzlich begrüsst. Er brachte uns anschliessend zum Casa Particular (Bed & Breakfast), in dem wir unsere ersten zwei Nächte verbrachten.


Die Hauptstadt Kubas, das sogenannte kubanische Herz, ist ganz bestimmt nicht schön im klassischen Sinne. Ausser vielleicht auf den für die zahlreichen Touristen ziemlich hübsch herausgeputzten Plätzen der historischen Altstadt, wie zum Beispiel der „Plaza Vieja“ oder der „Plaza de la Catedral“. Doch Havanna bietet eine raue Schönheit, die einem beim zweiten Anblick defintiv verzaubert. Schon nur allein das alltagsleben der Kubaner, tanzen wo immer gerade Musik läuft oder während einem Domino-Duell Zigarren rauchen, reisst einem einfach nur so mit.



Must do's in Havanna

Schon nur durch die kleinen verfallenen Gässchen mit ihren stuckverzierten Gebäuden zu schlendern lohnt sich. Dabei entdeckt man hinter jeder zweiten Ecke kunstvolle bunte Streetart.


Mit einem farbigen Oldtimer Havanna zu entdecken ist ein absolutes Muss. Das tolle daran ist: ihr habt einen privaten Guide. Da uns die Automiete etwas zu teuer war, erkundeten wir die Stadt mit dem Hop-on-hop-off-Bus. Ja, auch den gibt es in Kuba. ;-)






Weil wir geschichtlich noch etwas von Kuba erfahren wollten, besuchten wir das "Museum of Revolution". Dieses befindet sich im ehemaligen Präsidentenpalast.

Das Museum zeigt eine Ausstellung zu verschiedenen historischen Epochen, von der Kolonisation und der Ausrottung der Ureinwohner über die Einführung der Sklaverei und die Unabhängigkeitskriege zur Okkupation durch die USA und der Oktoberrevolution mit ihren Auswirkungen auf Kuba bis zur wichtigsten Epoche der Geschichte Kubas, der kubanischen Revolution.


Einen Blick solltet ihr unbedingt in die alte Drogeria Johnson werfen, die sich direkt im Zentrum befindet. Die Meterhohen Gestelle, gefüllt mit alten Porzellandosen und beschriftet in altertümlicher Schrift, beeindrucken in ihrem nostalgischen Charme.


Viñales



Nach den ersten zwei Tagen in Havanna holten wir am dritten Tag unser Mietauto ab.

Mit diesem ging es ca. 2 1/2 Stunden Autofahrt Richtung Viñales. Zuerst machten wir einen Stop in Pinar del Rio, um das Städtchen zu besichtigen. Dort wurden wir von einem Kubaner angesprochen, ob wir Interesse hätten etwas Besonderes kennenzulernen. Nach ein wenig Skepsis haben wir beschlossen uns einen Ruck und unserer Abenteuerlust freien Lauf zu geben. Der Kubaner führte uns zu einer Tabak-Farm, bei der wir eine kostenlose private Führung erhielten.

Gegen Abend kamen wir dann in unserem neuen Casa Particular in Viñales an.



Das Valle de Viñales ist definitiv eine der schönsten Regionen Kubas, und dessen Besuch ist ein absolutes Muss. Das Panorama aus tiefroter Erde, saftig grünen Tabakfeldern und mystischer Hügellandschaft beeindruckt und überrascht zugleich. Hier kann man Touren mit dem Pferd, Fahrrad oder zu Fuss durchs Tal buchen. Wir haben uns für eine Ritt auf dem Pferd entschieden. Leider hat das Wetter an diesem Tag nicht so mitgemacht, und wir waren gegen den Schluss bis zu den Socken völlig durchnässt.




Trinidad

Trinidad, ja diese Stadt hat es uns sehr angetan. Eigentlich war geplant dort einfach die Eltern unseres Nachbarn, bei denen wir auch übernachten durften, zu besuchen. Doch diese hübsche kunterbunte Kolonialstadt mit ihren holprigen Kopsteinpflasterstrasse hat uns umgehauen. Die Stadt und ihre Umgebung hat so viel zu bieten, so dass wir schlussendlich viel unternommen haben.



Ein absolutes Must-Do in Trinidad ist der Besuch der berüchtigten ,,Treppe'' beim "Casa de la musica" am Abend. Fast jeden Abend spielen dort verschiedene Bands kubanische Musik, und du kannst dabei mit einem erfrischenden Mojito aus einer der zahlreichen Bars zu Salsa in die Nacht tanzen.




Cayo Coco

Wem Varadero zu touristisch ist, haben wir den Geheimtipp schlechthin: Cayo Coco, eine Insel, die durch eine künstlich angelegte Strasse mit dem Auto übers Meer erreichbar ist, und auf der sich nur wenige Hotels befinden. Wir buchten zwei Übernachtungen in einem All-inclusive-Hotel und genossen diese zwei Tage am einsamen Strand bis wir dann die letzten zwei Tage doch noch Varadero besuchten.




Varadero

Ja, Varadero. Wenn man von Kuba spricht, dann kennt man Havanna und Varadero. Was viele leider nicht wissen ist, dass Varadero extra für die Touristen erbaut wurde. Kubaner haben, sofern sie dort nicht arbeiten, keinen Zutritt. Es ist also ein All-inclusive-Ferienort schlechthin mit traumhaften weissen kitschigen Sandstränden, die etwas überfüllt sind, abseits von der typisch lebhaften Kubanischen Kultur. Wenn man sich nicht gerade am Meer bräunen möchte, gibt es viele Tour-Angebote wie Inselhopping mit dem Katamaran (was wir unternommen haben), Delfinschwimmen, schnorcheln u.v.m.

Wieder einmal mehr haben wir gemerkt, dass das tagelange Herumliegen am Stand nicht unser Ding ist. Aber für alle, die das lieben, ist Varadero wirklich empfehlenswert.




Die wichtigsten Tipps für deine Reise nach Kuba


Von den Kubanern sagt man, sie liebten das süsse Leben, den schwarzen Kaffee und die feinen Zigarren. Wer auf dieser grossen Insel der Karibik seinen Urlaub verbringen möchte, der freut sich über wunderbare Strände, sehenswerte Städte und charmante Hotels. Das Land des legendären Fidel Castro gilt als die sicherste Insel der Karibik. Und trotzdem haben wir einige Tipps für euch zusammengestellt, damit ihr für eure Kuba-Reise gut vorbereitet seid.


Einreisebestimmungen Bevor ihr nach Kuba reist, solltet ihr kontrollieren, ob euer Reisepass noch gültig ist. Zusätzlich braucht ihr eine sogenannte Touristenkarte. Die besorgt euch sicher euer Reisebüro.

Ankunft / Abreise Denkt daran: die Kubaner sind nicht besonders pünktlich oder schnell, sondern eher ein gemütliches Volk. Daher kann es sein, dass ihr etwas länger Zeit brauch, bis ihr am Flughafen durch die Passkontrolle gehen könnt. Rechnet deswegen genügend Zeit ein. Wir brauchten rund 2 Stunden bis wir es aus dem Flughafen heraus geschafft haben. ;-) Das gleiche gilt auch, wenn ihr euch auf den Heimweg macht. Rechnet genügend Zeit ein!

Sprache Auf Kuba wird, wie in den meisten Länder des südamerikanischen Kontinents, spanisch gesprochen. Allerdings sind die daraus resultierenden Dialekte für Ausländer häufig schwer zu verstehen. Selbst dann, wenn man die spanische Sprache beherrscht. ;-) In Hotels und bei gebuchten Touren kommt man mit Deutsch und Englisch gut zurecht, da die Guides meistens auch Fremdsprachen beherrschen. Reist ihr jedoch alleine herum, werdet ihr ein kubanisches Volk kennenlernen, das nur ihr Spanisch spricht. Aber keine Angst: wir haben während zwei Wochen mit Händen und Füssen kommuniziert und es locker geschafft, und es hat Spass gemacht. :-)

Die guten Kubaner selbst Die Kubaner sind sehr aufgestellt und hilfsbereit. Trotzdem empfehlen wir euch ihnen nicht gerade jeden Tipp und jede Wegweisung abzukaufen. ;-) Denn: meist verlangen sie für den Tipp einen kleinen Geldbetrag. Freude haben sie aber übrigens immer, wenn ihr ihnen ein kleines Mitbringsel schenkt. Zum Beispiel ein Stück Seife, da Seife in Kuba ein rares Produkt ist.

Internet In Kuba ist es so, dass es noch nicht an jeder Ecke, in Cafés und auf bekannten Plätzen gratis Hotspots und free Wifi gibt. Lediglich in Hotels könnt ihr für einen kleinen Betrag eine gewisses Datenvolumen für eine gewisse Zeit kaufen. Denkt also daran, dass ihr, wenn ihr alleine Unterwegs seit, euch offline Kartenmaterial (bspw. über die App "OffMaps" oder "CityMaps2Go") herunterlädt, oder eine richtige Papierkarte zur Orientierung mitnimmt.

Währung und Zahlungsmittel In Kuba gibt es zwei unterschiedliche einheimische Währungen: der Peso Convertible und der Peso Cubano. Der Peso Convertible ist das offizielle Zahlungsmittel auf Kuba-Reisen. Es kann vorkommen, dass euch auf den Strassen angeboten wir, Geld zu tauschen. Wir empfehlen Geld nur in Banken und in grösseren Hotels zu tauschen. So seid ihr sicher, dass ihr die richtige Währung und den korrekten Betrag erhält. Hier könnt ihr noch mehr über die beiden Währungen erfahren! Automiete und Autofahrt Wenn ihr ein Auto mieten möchtet, dann berechnet genügend Zeit für die Abholung ein. Wenn ihr das Auto erhalten habt, dann schaut es euch gut an und prüft, ob alles noch intakt ist! Es sind schliesslich nicht gerade die neusten Mietwagen. ;-) Auf den Strassen ist Vorsicht geboten. Kuba hat zwar keinen hektischen Verkehr und eine geringe Verkehrsdichte, doch sind die Strassen nicht gerade die Neusten, und es befinden sich viele Schlaglöcher im Boden, denen man regelmässig ausweichen muss.

Unterkünfte Wir empfehlen jedem, der eine Rundreise in Kuba machen möchte, in Casa Particulares zu übernachten. Ein Vorteil dabei ist, dass man unter die Einheimischen kommt und so auch ihre Kultur kennenlernt. Die Kubaner sind ein sehr offenes und gastfreundliches Volk. Zudem wird man immer gross bekocht, und wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Essen auch 1000 Mal besser schmeckt als in touristischen Hotels. ;-) Ein weiterer Grund, warum wir euch die Casa Particulares empfehlen, ist, dass es enorm günstig ist und man aber trotzdem so die Menschen dort unterstützt. Denn so verdienen sie nebst ihrem fixen Gehalt noch etwas dazu.


Domino ist unter den Kubaner das Spiel schlechthin. Mal eine Runde mitzuspielen ist sehr amüsant und macht grossen Spass.



Wenn ihr zusätzliche Informationen zu Kuba benötigt, dann kontaktiert uns doch! Wir geben unserer Tipps gerne weiter.



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