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Madeiras Wanderabenteuer




Madeira lässt Wanderherzen Höher schlagen. Wir hätten nicht gedacht, dass diese Insel so viele verschiedene Routen zu bieten hat.

Berühmt sind Madeiras sogenannte Levadas, die seit Jahrhunderten die Basis für ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem bilden. Auf den schmalen Pfaden entlang der Levadas lässt sich das grüne Herz der Insel am besten erkunden. Wer es gerne hoch hinaus mag erkundet die höchsten Punkte von Madeira, mit einem wunderbaren Ausblick aufs Meer. Hier zeigen wir euch unsere vier ganz persönlichen Wanderrouten.


25 Quellen – Levada-Wanderung in Rabaçal

Ein Klassiker unter Madeiras Levada-Wanderungen.

Wir sind rund 30 Minuten vom Parkplatz zum Ausgangspunkt der Tour beim Forsthaus Rabaçal runtergewandert.

Der Wanderweg folgt zuerst der Levada do Risco und zweigt dann links ab zur Levada das 25 Fontes ab. Der Pfad führt durch den Wald, deshalb ist es auch eher schattig, was im Sommer von Vorteil sein kann. Teilweise ist der Weg so eng, dass Kreuzen kaum möglich ist. Deshalb lohnt es sich, die Wanderung früh in Angriff zu nehmen und den geführten Touren auszuweichen. Beim Rückweg liessen wir es uns nicht nehmen, noch den Abstecher zum Risco Wasserfall anzuhängen wo wir dann auch eine Rast einlegten, bevor es dann wieder zurück zum Auto ging.

Dauer Rundwanderung von Rabaçal zu den 25 Quellen inkl. Risco rund 3.5 Stunden.



Ponta de Sao Lourenco – Panoramablick

Die östlichste Inselspitze wirkt wie eine surrealistische Mondlandschaft und unterscheidet sich landschaftlich vom Rest der Insel. Sattes Grün fehlt auf der Ponta de São Lourenço komplett. Hier wandert man mit Blick auf eine imposante Felsenkulisse über karge Böden. Wir sind noch vor Sonnenaufgang zum Ausgangspunkt der Rundwanderung beim Parkplatz oberhalb der Baia d’Abra gefahren und wir können euch garantieren, dass sich das Frühaufstehen für diese Wanderung lohnt. Mit Blick auf ein atemberaubendes Panorama wanderten wir zum östlichsten Punkt Madeiras. Dort gab es dann mal Frühstück bevor es den gleichen Weg wieder zurück zum Auto ging. Übrigens könnt ihr auch hier Drohnenaufnahmen von dieser Wanderung in unserem Madeira Video sehen.





Vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo – Achtung Steile Stufen

Vom dritthöchsten Gipfel zum höchsten Madeiras zu wandern war einer unserer grossen Highlights auf unserer Madeirareise. Eigentlich war der Plan für uns noch vor Sonnenaufgang den Pico do Arieiro mit dem Auto erreicht zu haben. Doch überraschenderweise war die Hauptstrasse auf den Berg gesperrt und wir mussten mühsam einen alternativen Weg suchen. Das Navi konnte uns keine Auskunft geben, wir mussten schliesslich im nächstgelegen Dorf einen Einheimischen in seinem Café fragen. Schliesslich haben wir es nach ungefähr 2h Zeitverlust auf den dritthöchsten Gipfel geschafft. Deshalb geben wir euch nochmals den Tipp: Informiert euch vorher gut ob die Strassen zu eurem Ziel befahrbar sind. Der Pico do Arieiro ist direkt mit dem Auto erreichbar. Deshalb ist er durch einen riesigen Parkplatz, einer Cafeteria und dem daran angeschlossenen Souvenirladen einer der meistbesuchten Gipfel von Madeira.




Schon von weitem sieht man die weisse Radaranlage, die zur NATO-Station der Portugiesischen Luftwaffe gehört. Unmittelbar daneben steht der Gipfelstein des Pico do Arieiro (1818m). Leider ist die Sicht schwer durch den Nebel der morgens gerne in den Hügeln schwebt.


Nachdem der erste Bergrücken überwunden ist, folgt auf dem nächsten Abschnitt ein stetes Auf und Ab. Über steile unregelmässige Treppenstufen, Höhlendurchgänge und Wege den Bergwänden entlang führt der Wanderweg durch eine Landschaft wie in King Kong. J Nach ungefähr 2h Laufzeit haben wir es zum höchsten Gipfel Madeiras den Pico Ruivo geschafft. Auf dem Pico Ruivo hat man eine wundervolle Aussicht über die ganze Insel. Nach einer kurzen Rast ging es schliesslich den gleichen Weg wieder zurück zum Auto.

Übrigens wir liessen es uns nicht ergehen am nächsten Tag den Pico Ruivo von der anderen Bergseite her mit dem Auto nochmals zu besuchen.




Weil wir ja den Sonnenaufgang auf dem Pico Arieiro verpassten, wollten wir immerhin den Sonnenuntergang bestaunen. Den wir übrigens ganz alleine auf dem höchsten Berg geniessen konnten.




Zum Aussichtspunkt Balcoes bei Ribeiro Frio

Weniger eine Wanderung eher ein gemütlicher Spaziergang ging es für uns spontan zu den Balcoes bei Ribeiro Frio. Der Spaziergang bietet Levada, Lorbeerwald und Panoramablicke. Wir haben bei der Snack-Bar Faisca parkiert und die kurze Wanderung von dort aus in Angriff genommen. Vom Aussichtspunkt gibt’s bei gutem Wetter eine phänomenale Aussicht auf das Zentralgebirge mit den drei höchsten Punkten der Insel. Aber auch der Blick Richtung Nordküste rechtfertig diesen kurzen Abstecher allemal. Ein lohnenswerter Zwischenstopp.




Praktische Tipps zum Wandern auf Madeira

Die offiziellen Wanderwege sind gut ausgeschildert. Auf den schmalen Pfaden entlang der Levadas ist Trittsicherheit gefordert, ansonsten sind die Wege gut ausgebaut. Folgende Punkte gilt es zu beachten:

  • Auch wenn es an der Küste angenehme 26° Grad warm ist und die Sonne scheint, sollte Pullover und Regenschutz im Gepäck mitgetragen werden. Das Wetter kann schnell ändern und je höher man geht, desto kühler wird es.

  • Gute Wanderschuhe sind bei den teilweise abschüssigen Wegen empfehlenswert

  • Manche Levada-Wanderungen führen durch Tunnels – deshalb pro Person eine Taschenlampe (oder eine Taschenlampen-App und genügend Akku) mitnehmen

  • Viele Wanderungen sind als Streckenwanderungen konzipiert (es gibt nur wenige Rundwanderungen) – die meisten Stellen sind mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Als Alternative bietet sich das Taxi an.

  • Ein Blick auf die Webcam vom Pico do Arieiro lohnt sich bei der kurzfristigen Routenplanung

  • Wir empfehlen euch vorher abzuklären, ob die Wege in das Gebirge auch offen sind

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