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Trutg dil Flem über 7 Brücken – Abenteuer Wasserweg Flims

Aktualisiert: 29. Juli 2019


Ungefähr 2 Jahre ist es her, als ich und meine Schwester den Eltern ein Wochenende in den Bergen zu Weihnachten schenkten. Geplant war der Wasserweg in Flims abzuwandern.

Ein passendes Datum fanden wir letztendlich für Mitte August.


Um ca. 9 Uhr in Flims angekommen fuhren wir mit dem Sessellift von Flims Dorf bis zur Mittelstation Foppa. Dort gab als erstes im Berggasthaus Foppa Kaffee und Gipfeli.



Weiter ging es mit dem zweiten Sessellift bis Naraus. Von da aus liefen wir zum Start des Frutg dil Flem direkt beim oberen Segnesboden. Die Route dauert ungefähr eine Stunde. Trotz Nebel beeindruckte uns die Landschaft so sehr, dass wir ca. 1h und 30 min benötigten.



Beim oberen Segnesboden angekommen startet man inmitten des UNESCO Welterbe Sardona bei der Quelle des Flem.

Und so etwas Schönes haben wir definitiv seit Langem nicht mehr gesehen. Uns begrüsste ein unglaubliches Panorama mit Blick auf die weite Fläche der Segnesböden, der Tschingelhörner und der Glarner Hauptverschiebung.

Wir haben gelesen, auch wenn man den Segnesböden regelmässig einen Besuch abstattet, dass die Wasserverläufe in den beiden Hochebenen ständig den Verlauf wechseln und sodass das Flachmoor ständig neue Muster bildet.

Wir haben es wegen der Sommerhitze und dem Regenmangel wie ihr auf den Fotos sehen könnt, eher etwas karg erlebt. Und trotzdem hat uns diese Schönheit in ihren Bann gezogen und wir hätten am liebsten den ganzen Nachmittag dort verbracht.




Übrigens befindet sich gleich neben der Segneshütte die Tektonikarena Sardona. Ein kleines Museum in dem man etwas über die Entstehung der Alpen lernen kann. Für alle von euch die sich dafür interessieren, aber nicht nach Flims reisen möchten, können einfach auch die Sardona-App herunterladen.



In der Segneshütte machten wir eine kurze Mittagspause, bevor wir dann endlich mit dem Wasserweg starteten. Der Weg führt von der Quelle des Bachs Flem vorbei an einmaligen Schluchtenlandschaften bis ins Dorfzentrum von Flims. Wir überquerten die 7 Brücken des berühmten Brückenbauers Jürg Conzett. Von diesen aus kann man die Felsformationen in den Schluchten des Flem und der milchig farbige Bergbach betrachten. Indem man die Brücken überqueren muss befindet man sich abwechselnd auf der linken und rechten Seite der Schlucht und hat so immer wieder andere Perspektiven. Zudem lauft man durch märchenhafte Moorlandschaften und über eine Wiese mit einer Eselherde.





Nach ungefähr zwei Stunden erreichten wir das schöne rustikale Bergrestaurant Startgels, wo wir eine kleine Pause einlegten. Im Restaurant fühlt man sich sofort heimelig, wie in einer richtigen Berghütte. Alles ist mit Holz eingerichtet. Im Chalet brannte ein wunderbar warmes Feuer im Kamin und draussen kann man den Kaffee auf einem flauschigen Fell umgeben von Blumen geniessen. Wie ihr also lesen könnt, hat man die Gelegenheit an mehreren Orten eine kleine Rast zu machen.


Weiter ging es in zwei weiteren Stunden über die letzten Brücken bis ins Tal von Flims.

Wir empfehlen jedem der es gemütlich mag die Route des Trutg dil Flem bis ins Tal hinab zu machen. Wie wir es auch machten. Die ganze Wanderung dauert im Normalfall ungefähr 4h 30 Minuten. In unserem Fall dauerte sie 8 Stunden, weil wir natürlich alles in Fotos für euch festhalten wollten und wir praktisch in jedem Restaurant einen Zwischenhalt einlegten. ;)

Wir haben es eben gemütlich genommen. J

Der einzige Nachteil in dieser Route liegt, dass man die ganze Wanderung leicht hinab laufen muss. Für alle unter euch die also etwas Knieprobleme haben, empfehlen wir die Wanderstöcke mitzunehmen oder wie ambitionierte Wanderer den Aufstieg in die entgegengesetzte Richtung zu wagen.



Im Tal angekommen, machten wir eine kleine Ruhepause im Hotel bevor wir im Restaurant Venezia die besten Pizzas seit langem zu Abendessen hatten.


Am nächsten Tag reisten wir bereits nach dem Frühstück ab, machten aber bei unserem Lieblingssee von Flims dem Crestasee einen kurzen Halt. Bevor wir dann wieder nach Hause fuhren.


Zum Schluss haben wir euch noch die wichtigsten Daten zur Wanderung zusammengefasst:

Länge und Anzahl Etappen: 14 km / 1 Etappe

Aufstiege und Abstiege: 460 m / 1200 m

Reine Wanderzeit: 4 h 20 min

Technik und Kondition: mittel (Bergwanderweg) / mittel

Höhenprofil:




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